14.01.2017

 

Wir fahren nach Berlin

Für uns ging es an diesem Tag in der Qualifikation zur ODM um alles. Wir durften nicht gegen Leipzig verlieren und müssten im Idealfall auch noch gegen Chemnitz punkten um die Berlintickets zu lösen. Leider waren wir in der ungünstigen Situation des "Vorlegens", denn die Leipzigerinnen sollten erst nach uns gegen Dresden spielen.

 

HC Niesky 1920 - PSV Chemnitz 3:2 (2:1)

07. Minute: 1:0 Strafecke Antonia Morche
12. Minute: 2:0 Antonia Morche
15. Minute: 2:1 7-m-Ball Chemnitz
26. Minute: 2:2 PSV Chemnitz
30. Minute: 3:2 Frieda Mitschke (Vorlage Lilly Recknagel)

Nach anfänglichem Abtasten hatten die Chemnitzerinnen die erste Chance im Spiel, die von Laura im Nieskyer Tor super pariert wurde. Auch in der vierten Minute zogen die Chemnitzerinnen einen schönen Abschluss knapp am Nieskyer Tor vorbei. Danach nahmen die Nieskyerinnen das Heft des Handelns in die Hand. Nach zwei Einschusschancen hintereinander durch Frieda und Paula während weniger Sekunden konnten wir uns eine Ecke zocken. Diese blieb noch ohne Wirkung, doch nur eine Minute später konnte Toni die nächste Strafecke im Chemnitzer Tor zum 1:0 unter bringen. Bis zur 12. Minute machten wir ein super Spiel, erst danach konnten die Chemnitzerinnen wieder intensiv vor unserem Tor auftauchen. Die PSV-Mädchen erkämpften sich zwei Strafecken nacheinander, die beide aber von der ganz starken Laura im Nieskyer Tor pariert wurden. Erst in der Schlussminute vor der Halbzeit gelang den Chemnitzerinnen der Anschlußtreffer, als eine weitere Chemnitzer Strafecke von Hanna nur per Fuß auf der Linie geklärt werden konnte. Den fälligen 7-m-Ball verwandelten die Chemnitzerinnen routiniert. Danach ging es in die Pause, es gab wenige Ansätze zu Korrekturen. Das Spiel war aus unserer Sicht einfach fast optimal.

Die zweite Halbzeit begann mit einer Chemnitzer Druckphase. Laura musste schon in der 16. Minute super parieren. Auch in den nächsten zwei Minuten hatte Chemnitz Möglichkeiten, danach hatten wir uns wieder gefangen und boten ein offenes Spiel. In der 20. Minute konnten wir uns drei Ecken hintereinander erkämpfen, leider waren wir hier nicht effektiv genug und vergaben alle Standards. Danach entwickelte sich ein extrem spannendes Spiel. Beide Teams waren bereit an die Grenzen zu gehen und boten sich einen offenen Schlagabtausch. Ecken und Chancen auf beiden Seiten waren die Folge. Gute Torwartleistungen und großer defensiver Einsatz verhinderten weitere Treffer für beide Teams. In der 26. Minute gelang den Chemnitzerinnen dann der Ausgleich. Jetzt gaben beide Teams nocheinmal voll Gas. In der 28. Minute hatten wir noch eine Strafecke von Toni, die ganz knapp am Chemnitzer Tor vorbei ging. In der Schlussminute überstürzten sich die Ereignisse. Chemnitz hatte einen ganz starken Angriff, dessen Abschluss dann zum Glück in ein liegendes Nieskyer Brett ging. Eine blitzschnelle Ausnutzung der Situation brachte uns in einen zackigen Konter, den Frieda dann 15 Sekunden vor Schluss mit der Rückhand im zweiten Versuch im Chemnitzer Tor unter brachte. Das war Rettung in letzter Sekunde.

 

HC Niesky 1920 - ATV Leipzig 0:0 (0:0)

Nach der Topleistung im ersten Spiel wirkte das zweite Spiel irgendwie zerfahren. Im Hinspiel gegen den ATV waren wir klar besser und trafen nur das Tor nicht. Im Rückspiel war das anders herum, denn die Leipziger Mädchen hatten uns in der ersten Halbzeit fast komplett im Griff. Wir fanden keine richtigen Lösungsmöglichkeiten. Aus einer sehr sicheren Abwehr heraus baute der ATV hohen Druck auf. Hatten wir den Ball lieferten die Leipzigerinnen ein gutes Pressing. So gelangen uns dadurch in der ersten Halbzeit fast keine guten Angriffe und wir konnten uns nur auf sporadische Konter verlassen. Nach zwei abgewehrten Strafecken hatten wir in der 11. Minute unsere erste eigentliche Großchance durch Toni, deren Schlenzer von der guten ATV-Keeperin pariert wurde. Danach passierte bis zur Halbzeit nicht viel, der ATV hatte eine leichte Feldüberlegenheit ohne große Möglichkeiten und unsere Konter saßen einfach nicht.

In der zweiten Halbzeit waren wir besser unterwegs und hatten sehr gute erste fünf Minuten. Eine schöne Chance von Frieda, eine von Lea und eine Einschußmöglichkeit von Jette waren die Folge. In der 18. Minute hatten wir bei einem ATV-Konter Glück, der knapp an unserem Tor vorbei strich. In der 19. Minute war Frieda dann komplett durch, wurde aber noch von der Keeperin gestellt. Leider hatten wir danach Pech das Anna einen Ball auf die Hand bekam und wir umstellen mussten. Recki fehlte uns dadurch in der Mitte. Toni musste diesen wichtigen Posten übernehmen. Wir konnten die Umstellung gut absichern, verloren dadurch aber Druck nach vorn. Trotzdem lief das Spiel nicht schlecht für uns. Beide Teams lieferten sich einen Strafeckenwettbewerb bis zum Abpfiff, welchen aber keine Mannschaft für sich entscheiden konnte. So endete das Spiel ohne einen Sieger. Das war für uns sehr wichtig und bedeutete mit Sicherheit das Berlin-Ticket.

Ganz stark war an diesem Wochenende die Teamleistung. Alle kämpften super. Trotz der schwierigen Ausgangslage konnten auch alle Mädchen spielen. Für die Mädchen mit einem fünfminütigem Kurzeinsatz noch einmal ein Dankeschön für das Verständnis. Bald seid ihr die "Großen" und spielt auch länger.

Vielen Dank auch an die Helfer beim Aufbau, beim Verkauf, auf der Sprecherkanzel und an die Eltern für den Kuchen. Am Ende des Turniers würde mit dem PSV Chemnitz der Mitteldeutsche Meister gekürt, der ESV Dresden belegte punktgleich aber mit weniger geschossenen Toren den 2. Platz und wir wurden wie schon erwähnt Dritter.

Nächstes Wochenende geht´s nach Berlin.

Für den HC Niesky traten an:

Laura Gloßmann im Tor; Anna Mitschke, Hanna Bieniek, Julia Menzel; Lisa Linger, Antonia Morche, Lilly Recknagel; Frieda Mitschke, Henriette Krone, Paula Kopke, Leonie Mimus, Lea Riediger, Lilly Seifert

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17.12.2016

Ein ganz starker Heimauftritt

HC Niesky 1920 - ESV Dresden 4:2 (2:1)

04. Minute: 1:0 Frieda Mitschke (Solo)
08. Minute: 1:1 Strafecke ESV Dresden
15. Minute: 2:1 Frieda Mitschke
19. Minute: 3:1 Frieda Mitschke (Lilly Recknagel Strafecke)
25. Minute: 3:2 Strafecke ESV Dresden
29. Minute: 4:2 Antonia Morche (Strafecke)

Gegen die Dresdenerinnen hatten wir noch etwas gutzumachen. Das Hinspiel war taktisch total verwachst, wir hatten aber aus den Fehlern gelernt. Schon in der 1. Minute hatten wir nach Balleroberung von Lilly und schnellem Pass auf Frieda einen sehr guten Angriff. Das wars aber auch schon für den Anfang denn ab der 2. Minute starteten die ESV-Mädchen eine Eckenserie, von denen mindestens drei auf Hanna direkt gingen. Wir überstanden die Phase und konnten einen Dresdener Ballverlust im Mittelfeld nutzen und mit einem schnellen Konter durch Frieda das 1:0 erzielen. In der vierten Minute hätten wir erhöhen müssen doch leider versprang Lilly nach einer schönen Kombination über Toni und Frieda in aussichtsreicher Position der Ball. In der fünften Minute hatten wir die nächste Großchance als Frieda nur ganz knapp von der guten Dresdener Keeperin gestoppt werden konnte. Danach mussten wir wieder eine Dresdener Eckenserie überstehen. Mit großem Einsatz liefen wir die Ecken ab, konnten aber in der 8. Minute nach einer erneuten Ecke den Ausgleich nicht mehr verhindern. Das verunsicherte uns nur kurz und die nächsten Chancen waren wieder auf unserer Seite. Lisa konnte aus der Abwehr heraus einen unbedrängten Angriff laufen und auch noch abschliessen. Auch zwei Strafecken konnten nicht verwandelt werden und so schienen sich alle auf ein Unentschieden einzurichten. Wenige Sekunden vor Schluss konnte Frieda in einen Querpass einlaufen und sich fast mit der Pausensirene mit dem 2:1 belohnen.

Nach der Pause konnten die Zuschauer ein offenes Spiel sehen. Beide Mannschaften spielten auf Angriff und so entstanden Ecken auf beiden Seiten. In der 19. Minute konnten wir eine Strafecke über eine Variante per Stecher von Frieda zum 3:1 nutzen. Jetzt bäumten sich die Dresdenerinnen auf und versuchten alles um noch auszugleichen. Wir konnten in der 24. und 25. Minute zwei Ecken abwehren, mussten aber kurz darauf trotzdem das 3:2 per Strafecke hinnehmen. Das Team konnte sich aber wieder fangen und aus einer sicheren Abwehr um Hanna, Anna und Lisa heraus gute Angriffe fahren. So scheiterten wir in der 26. Minute durch Jette mit einem guten Angriff und konnten noch drei Strafecken erkämpfen, die wertvolle Zeit von der Uhr nahmen. Mit der letzten Strafecke gelang uns dann auch der Endstand zum 4:2 durch Toni, die einen Eckennachschuss verwandeln konnte. Eine super Leistung die zu Recht zu drei wichtigen Punkten für uns führte.

 

HC Niesky 1920 - Freiberger HTC 5:3 (3:2)

04. Minute: 1:0 Lilly Recknagel (Frieda Mitschke)
06. Minute: 2:0 Lilly Recknagel
12. Minute: 3:0 Frieda Mitschke
13. Minute: 3:1 Freiberger HTC (Konter)
19. Minute: 4:1 Lilly Recknagel
21. Minute: 4:2 Freiberger HTC (Strafecke)
23. Minute: 5:2 Lilly Recknagel
26. Minute: 5:3 Freiberger HTC (Konter)

Nach der Topleistung im ersten Spiel wirkte das zweite Match irgendwie zerfahren. Wir begannen nervös und liessen gegen die noch sieglosen Freibergerinnen gleich zwei Chancen zu. Bis zur 3. Minute dauerte die Konfusion an doch dann wurden wir besser und konnten in der 4. Minute nach Pass von Frieda auf Lilly R. von der Kreisgrenze das 1:0 erzielen. Nur eine Minute später gab es eine Schrecksekunde als Freiberg unseren Innenpfosten traf. Im Gegenzug holte Jette eine Ecke heraus die Lilly R. zum 2:0 ins Freiberger Tor wuchten konnte. Danach hatten wir das Spiel im Griff und vergaben mehrere Möglichkeiten. Erst in der 12. Minute gelang uns ein strukturierter Angriff, der dann durch Lisa, Toni und Frieda zum 3:0 führte. Danach schlichen sich in der sonst sehr guten Hintermannschaft einige Fehler ein und wir mussten nach einem Konter in der 13. Minute das 3:1 und durch eine Strafecke in der 15. Minute sogar das fast das 3:2 hinnehmen, welches aber nicht gegeben wurde. Zwischendurch hätten wir aber treffen müssen denn Frieda setzte einen Lupfer am fast leeren Tor vorbei. Nach der Pause spielten beide Teams mit offenem Visier weiter und Freiberg verzog in der 17. Minute ganz knapp eine 100%-ige Chance am Tor vorbei. Wir waren da weitaus effizienter und Lilly R. konnte mit einem Schuss von der Kreisgrenze durch viele Schläger und Füße hindurch das 4:1 markieren. Wir wechselten jetzt kräftig durch und hatten das Spiel eigentlich im Griff. Leider schlichen sich Unachtsamkeiten ein und Freiberg kam nach einer Eckenserie in der 21. Minute zum 4:2. Wir gaben jetzt wieder Gas und konnten durch Lilly R. aus dem Gewühl heraus das 5:2 in der 23. Minute erzielen. In den nächsten Minuten übten wir erfolglos im Freiberger Schusskreis Strafecken. Diese wurden nicht gestoppt, daneben geschossen oder auf den Torhüter platziert sodass es immer noch bei dem 5:2 blieb. In den letzten Minuten kamen die Freibergerinnen nocheinmal und konnten in der 26. Minute das 5:3 nach einem Konter erzielen. Wir bauten danach noch einmal um und sicherten den Vorsprung bis zum Abpfiff. Das waren dann weitere drei wichtige Punkte.

Fazit des Tages war, das nach der Superleistung gegen Dresden etwas der Schlendian eingezogen war und das Spiel gegen Freiberg dadurch unnötig spannend wurde. Trotzdem eine gute Teamleistung, die diesmal auch durch entsprechende Resultate belohnt wurde.

Für den HC Niesky traten an:

Laura Gloßmann im Tor; Anna Mitschke, Hanna Bieniek, Lisa Linger; Antonia Morche, Lilly Recknagel; Frieda Mitschke, Henriette Krone, Paula Kopke, Leonie Mimus