15.03.2026
Wir belohnen uns für die Saison mit dem Aufstieg
ATV Leipzig II - HC Niesky 1920 3 : 2 (1:0;2:1;0:1;0:0)
Nachdem wir am vergangenen Wochenende mit dem 10:1 gegen Osternienburg II das Ticket für die Aufstiegsrunde lösen konnten erhielten wir im Laufe der Woche die Nachricht, das es zwei Aufsteiger in die Oberliga geben wird, da aus der Regionalliga kein Mitteldeutscher Absteiger hervorging. Wir wollten den Matchball im ersten Halbfinale gleich nutzen und gegen ATV II den Finaleinzug klar machen. Leider hatten wir am letzten Wochenende durch Verletzung unseren Kapitän Lilly eingebüßt und auch Lisa (klein) konnte nicht dabei sein. Wir konnten trotzdem mit vollem Kader antreten, da Nancy aus der Verletzungspause zurück kehrte. Unser Start in die Partie verlief holprig, denn schon nach drei Minuten kassierten wir nach einem Ball durch die Mitte das 1:0 der Leipzigerinnen. Wir konnten aber mit unserem zweiten Block empfindliche Nadelstiche setzen und als Anna von der Abwehr aus Belli auf die Hundekurve schickte wurde es im Leipziger Schusskreis brandgefährlich. Bellis Abschluss wurde kurz vor der Linie noch von Marie unhaltbar zum 1:1 abgefälscht. So ging es mit einem leistungsgerechten 1:1 in die Viertelpause. Leider erwischten wir im zweiten Viertel einen rabenschwarzen Start und kassierten in einer Minute zwei Treffer. Zuerst verursachten wir einen 7-m-Ball durch ein Stockfoul und dann waren wir bei einem Angriff über Links absolut nicht auf der Höhe und bekamen das unvermeidliche 3:1. Danach drückten wir gegen die Leipzigerinnen, wo aber immer wieder Endstation bei der ehemaligen Nationaltorhüterin Karoline Amm war. Selbst die besten Möglichkeiten wurden in dieser Phase von ihr vereitelt. Leider kassierte Nancy in der 20. Minute eine viel zu harte Strafe von 5 Minuten, sodaß wir das dritte Viertel in Unterzahl beginnen mussten. Trotzdem liefen wir einen echt starken Angriff und holten uns eine Strafecke, die wir dann im zweiten Anlauf durch Belli nach Ablage von Frieda zum 3:2 verwandeln konnten. Und das auch noch in Unterzahl!. Wir wurden jetzt immer besser, obwohl wir nicht gleich viele Spielerinnen auf der Platte hatten. Lisa hatte bei einem Konter die Chance auszugleichen, doch die ATV-Torhüterin lenkte ihren Schlenzer gerade noch ins Toraus. Leider wurde Frieda gleich darauf wegen Meckerns auf die Bank geschickt, sodaß wir nur noch zu dritt auf dem Feld waren. Wir verteidigten das aber sauber zu Ende und waren dann irgendwann wieder komplett, verloren aber gleich darauf auch Lisa durch eine Zeitstrafe. Ein fast komplettes Viertel in Unterzahl war dann eher kontraproduktiv für unsere Aufstiegsbestrebungen. Im letzten Viertel waren wir dem Ausgleich näher als der ATV dem nächsten Treffer. Wir vergaben zwei Strafecken und verteidigten mit Allem, was wir bieten konnten. Anna lief im gesamten Spiel alle sechs ATV-Ecken ab, von denen aber leider auch nur eine unter dem Knie traf. Drei Minuten vor Schluss hatten wir die Riesenchance, per 7-m-Ball auszugleichen, doch die ATV-Torhüterin kratzte den gut geschossenen 7-m-Ball von Frieda aus der linken Ecke.
Jetzt hieß es zwei Stunden warten, denn sollte das Team von ATVII gegen Köthen das andere Halbfinale gewinnen, hatten wir noch eine Minichance im Spiel gegen Köthen um dennoch aufzusteigen. Die Leipzigerinnen taten uns den Gefallen und besiegten im anderen Halbfinale Köthen. Unsere Minichance war dadurch zu einer richtigen Chance geworden.
HC Niesky 1920 : Coethener HC 02 4 : 2 (1:0;1:1;0:1;0:0), Penalties 2:0
Wir erwischten einen Bombenstart, Frieda konnte gleich in der 3. Minute die Köthener Abwehr austanzen und zum 1:0 verwandeln. Köthen hatte im ersten Viertel mehr Ballbesitz, konnte daraus aber nicht viel machen. Unsere Abwehr um Anna und Luise und Torhüterin Lena stand sehr sicher. Im ersten Viertel hatten wir auch noch eine kurze Überzahl, aus der wir aber überhaupt nichts machen konnten. Das Spiel wogte hin und her, doch von der Trainerbank aus wuchs immer mehr der Optimismus, weil die zwingenderen Sachen bei uns lagen. Im zweiten Viertel hatten wir gleich eine Zeitstrafe von 5 Minuten gegen Jolanda zu verwalten, was uns nicht so recht gelang, denn die Köthenerinnen kamen in dieser Phase zum Ausgleich. Wir konterten aber sofort mit der erneuten Führung durch Marie in der 20. Minute, die mit einem beherzten Schuss aus der Distanz den Weg ins Tor entschlüsseln konnte. Nach der Halbzeitpause wurden wir immer besser. Leider kassierten wir in der 25. Minute trotz unser guten Phase den erneuten Ausgleich. Danach hätten wir in jedem Fall das Ding entscheiden müssen, wir hatten eindeutig die besseren Möglichkeiten. Leider hatten wir auch Pech bei zwei Schiri-Entscheidungen, als wir zweimal den Ball im Tor unterbringen konnten, aber durch zu schnelle Pfiffe Strafecken zugesprochen bekamen. Hier hätten in jedem Fall zwei Sekunden Vorteil pro Chance ausgereicht, um die Treffer zu erzielen. Im letzten Viertel hatten wir noch zwei riesige Chancen, als wir jeweils knapp am langen Pfosten aus freier Position vorbei abschlossen. Auch Köthen hatte keine schlechten Möglichkeiten, scheiterte aber immer wieder an unserer Hintermannschaft. Zwei Minuten vor Schluss musste Lena noch eine super Parade zeigen. So blieb es spannend bis zum Ende, obwohl wir sicherlich mit dem Unentschieden unzufriedener waren als die Köthener Damen.
Als das geschafft war, ging es dann ins Penaltyschiessen. Wir waren uns sicher, das Lena mindestens zwei hält, leider waren aber unsererseits die potenziellen Schützen schwerer zu finden als erwartet. Schliesslich erklärten sich Belli, Frieda und Jana bereit. Wir begannen mit Belli, die Keeperin beging ein Foul, den fälligen 7-m-Ball verwandelte Belli scharf und flach zur Führung. Der erste Köthener Penalty wurde von Lena super pariert. Den nächsten Penalty schoss Frieda, leider rutschte ihr der Ball in der Ausführung weg. Köthen war wieder am Zug, und Lena hielt auch den nächsten Penalty bravourös. Jetzt musste Jana nur noch treffen, was ihr auch ganz sicher gelang. Wir hatten es geschafft.
Vielen Dank an alle, die diese Saison dabei waren. Wir haben es uns echt verdient. Alle haben einen großen Anteil an diesem Erfolg. Wir konnten immer ein gutes Team aufstellen und wenn uns Krankheit und Verletzung nicht so ausgebremst hätten, wäre auch ein besseres Hinrundenresultat tabellentechnisch möglich gewesen.
Leider fiel die Rückfahrt nicht ganz so lustig aus, denn der Bus verlor extrem Kühlwasser und sorgte durch ständige Pausen und inklusive Nachfüllen für eine Ankunftszeit um 22.00 Uhr. Den kleinen Wermutstropfen konnten aber bestimmt alle an so einem erfolgreichen Tag verkraften.
Am Start waren: Lena Neumann im Tor; Luise Großmann, Anna Mitschke, Helena Bieniek; Jana Baum (1P), Marie Dreher (2), Lisa Linger, Jolanda Jentsch, Nancy Förster, Ileen Stief, Frieda Mitschke (1) und Annabel Mimus (1+7-m)